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Rezensionen:Die Kunst des Genießens: Zu Tisch mit den Alten Meistern (Gebundene Ausgabe)

Federica Tozzi hat einen Bildband auf den Weg gebracht, der mich wirklich entzückt. Auf den im Buch gezeigten Kunstwerken wird auf vielfältige Weise Nahrung dargestellt und das keineswegs nur in der klassischen Form des Stilllebens.

Auf den letzten Seiten des Buches erfährt man, um welche Maler es sich bei den gezeigten Bildern handelt. Von jedem der Künstler aus unterschiedlichen Jahrhunderten erhält man einen kurzen biographischen Überblick. Zu den Künstlern zählen Giuseppe Arcimboldo, Hieronymus Bosch, Pieter Brügel d. Ä. , Paul Cezanne, Francisco de Goya, Claude Monet, Jan Stehen und viele andere mehr. 

Wie man den Eingangstext entnehmen kann, beschäftigen sich bereits die ältesten Zeichnungen der Menschheit mit unserer Nahrung, so etwa die Höhlenmalereien von Lascaux. Auch die Ägypter schufen Bildreliefs, die die Zubereitung unterschiedlicher Speisen bis ins kleinste Detail zeigen, (vgl.: S.4). Tozzi hat die schönsten Beispiele aus der Geschichte der Kunst ausgesucht und mit Rezepten ergänzt, die für 4 Personen berechnet auf das Dargestellte abgestimmt sind.

Kunst in Verbindung mit Lyrik ist mir schon oft auf dem Buchmarkt begegnet. Kunst in Verbindung mit Kochrezepten noch nie. Bei den Bildern im Buch bietet sich eine solche Möglichkeit allerdings bestens an. Auf den Seiten 40/41 wird "Die Versuchung des heiligen Antonius" von Hieronymus Bosch gezeigt. Auf dem Triptychon ist u.a. ein Barsch zu sehen. Ausgehend von diesem Barsch erhält man ein Rezept für "Barschschnitten en papillotte". Dieses, wie alle weiteren Rezepte lassen sich problemlos nachkochen.

Dadurch, dass man das auf den Gemälden Gezeigte zubereiten kann, erhält man einen völlig anderen Zugang zum Bild, sieht nicht nur Farben und Formen, sondern nimmt auch einen sinnlichen Moment wahr, begreift, dass hier Kochgenuss visualisiert wird und beginnt nun das Bild zu riechen und zu schmecken.

Paul Cezanne malte ein "Stillleben mit Zwiebeln". Durch das beigefügte Rezept für die "Überbackene Zwiebelsuppe" entsteht eine Geschichte. Man sieht den Maler das Bild anfertigen und ahnt, dass er im Anschluss mit dem Messer auf den gemalten Tisch die Zwiebeln in seiner Küche tatsächlich auch schält, um eine gute Suppe zuzubereiten. Man sieht, wie er ein Glas Wein dazu trinkt und sich seines Stilllebens erfreut. 

Empfehlenswert.

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